01.09.2010
Bild: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern
Bundeswirtschaftsminister Brüderle (FDP) hat gestern Seite an Seite mit dem BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht die Ernte der umstrittenen Gentechnik-Kartoffel Amflora eingeleitet. Schon im Koalitionsvertrag wurde festgelegt, dass der Anbau der Amflora von der Regierung unterstützt werden soll. Ein von Greenpeace vorgelegtes Gutachten belegt die Rechtswidrigkeit der Zulassung für den Anbau, doch diese Tatsache kann den Lobbyismus der FDP nicht brechen. Brüderle´s Amtskollegin Christel Happach-Kasan, agrarpolitische Sprecherin der FDP, stellt in einem Interview bei der tageszeitung ihre positive Einstellung gegenüber Agro-Gentechnik dar und macht ihre unkritische Haltung deutlich. Weder die Tatsache dass es keine Langzeitstudien zu Gentechnik-Pflanzen gibt, noch, dass die meisten Studien von den Firmen geliefert werden, die an diesen Pflanzen verdienen, scheint eine kritische Betrachtung wert. Indes hält selbst die BASF die Knolle schon jetzt für verbesserungswürdig und hat zeitgleich mit der ersten Ernte von Amflora einen EU-Zulassungsantrag für Amadea gestellt, einer Gentechnik-Stärkekartoffel, von der sich der Konzern bessere agronomische Eigenschaften verspricht. Sie soll in der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt werden. Bleibt abzuwarten ob die Lobby-Kräfte bei der geplanten Markteinführung 2013/2014 noch gleich stark sind.
03.09.2010
Edeka Nord hat regionale und gentechnikfreie Milch- und Molkereiprodukte mit einem Extragewinn für die Landwirtschaft und Rückverfolgbarkeit für den Verbraucher in ihr Sortiment aufgenommen. Die Handelskette arbeitet bei den Produkten der Regionalmarke 'Unsere Heimat – echt und gut' mit Holsteiner Landwirten und der Osterhusumer Meierei Witzwort zusammen. Mit Hilfe der Chargennummer auf den Frischeprodukten kann der Verbraucher das Produkt rückverfolgen und mehr Details über die Fütterung und Haltungsbedingungen erfahren. Die Meierei erhält 7 Cent pro Liter und mit 69 Cent rangiert sie im mittleren Preissegment.
Noch ist es nicht zu spät. Überzeugen Sie Frau Aigner von der Notwendigkeit des Verbotes der Risikoknolle Amflora - schreiben Sie ihr eine Postkarte!
Mehr Infos
Oder schicken Sie eine Protestmail an die verantwortlichen Politiker und fordern Sie sie auf, die Gentechnik-Knolle zu verbieten und unsere Lebensmittel und Landwirtschaft vor Gen-Pflanzen zu schützen.
Greenpeace
Der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal wehrt sich mit einer neuen Unterschriftenliste gegen die schleichende Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft. Die Unterschriftenliste kann hier runtergeladen werden. Für alle, die das Anliegen gentechnikfreies Saatgut unterstützen möchten, aber nicht Unterschriften sammeln können, gibt es mit den beigefügten Brief-Vorlagen auch die Möglichkeit, selbst an Frau Aigner und Frau Merkel zu schreiben. Einfach ausdrucken, Name, Adresse und Datum einfügen und abschicken.
Briefvorlage Merkel: Saatgut soll gentechnikfrei bleiben
Briefvorlage Aigner: Saatgut soll gentechnikfrei bleiben
Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal: U-Liste Reinheitsgebot Saatgut
Seit Februar 2010 ist eine neue EU-Kommission im Amt und fördert bereits intensiv die Einführung der Gentechnik in der europäischen Landwirtschaft - Neue Runde für einen Gentechnik-Alarm, machen Sie mit und schreiben Sie an die zuständigen Minister:
Stop the Crop
Schicken Sie eine Protestmail an die verantwortlichen Politiker und fordern Sie sie auf, die Gentechnik-Knolle zu verbieten und unsere Lebensmittel und Landwirtschaft vor Gen-Pflanzen zu schützen.
Greenpeace

Die Bundesregierung hat im Koalitonsvertrag festgelegt, Gentechnik-Pflanzen zu fördern. Was sagen Sie dazu? Schreiben Sie den verantwortlichen Ministern eine Nachricht!
Greenpeace-Aktion
Vor etwa 10 000 Jahren begann das älteste Open-Source-Projekt der Menschheit. Samen von Wildpflanzen wurden gesammelt, vermehrt und getauscht, Kulturpflanzen wurden gezüchtet und verbreitet. Das Ergebnis ist ein Reichtum an Sorten, der das bedeutendste kulturelle Erbe der Menschheit darstellt und Grundlage für das Überleben künftiger Generationen bildet. Sieben Autoren berichten über die fragwürdigen Methoden, die Kontrolle über das Saatgut zu erlangen: Durch wirtschaftlichen Druck und politische Einflussnahme, mit Hilfe neuer Technologien und rechtlicher Fehlentwicklungen. Sie verdeutlichen die daraus resultierenden Probleme von globalem Ausmaß aus politisch-ökonomischer, sozialer, kulturhistorischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht und berichten von ihren Erfahrungen in der Saatgutzucht und Entwicklungshilfe.
Greenpeace bietet den aktualisierten Einkaufsratgeber für gentechnikfreien Genuss an. Er zeigt, welche Lebensmittelhersteller und Handelsketten derzeit Gentechnik vermeiden. Nun macht auch die groesste deutsche Handelskette erste Schritte: Edeka-Nord führt nun eine neue Eigenmarke "Unserer Heimat" mit Milchprodukten, die das Siegel "ohne Gentechnik" tragen und ist nach der Eigenmarke von Tegut die zweite regionale Handelsmarke, die eine gentechnikfreie Fuetterung garantiert.

Der GID, die Fachzeitschrift des Gen-ethischen Netzwerks, beschäftigt sich dieses Mal schwerpunktmäßig mit dem Thema „Agro-Gentechnik und Pestizide." Eine Anzahl von Autoren schreiben über die Verbindung zwischen der Entwicklung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) und dem Einsatz von Pestiziden. Einer der Beiträge zu diesem Thema ist ein Interview mit Marie-Monique Robin, der Produzentin von dem kultverdächtigen Dokumentationsfilm "Mit Gift und Genen."
GID Artikel online lesen
Auf der internationalen grünen Woche wurde der kritische Agrarbericht 2010 vorgestellt. Auch dieses Jahr ist ein Kapitel der Agro-Gentechnik gewidmet. Im Rückblick auf das Jahr 2009 erläutert Heike Moldenhauer die Tücken des Koalitionsvertrages, das Bangen um die Nulltoleranz und den 9-Punkte-Katalog für eine ökologische Risikoforschung. Martha Mertens geht in ihrem Beitrag "Kollaterlschäden im Boden" auf negative Wirkungen des Wirkstoffs Glyphosat auf Bodenleben und Bodenfruchtbarkeit ein. Seit dem Einzug der Agro-Gentechnik ist der Einsatz dieses Wirkstoffs enorm gestiegen. Jochen Koester erläutert die Schwierigkeiten des Sojaanbaus und kritisiert den vom WWF initiierten "runden Tisch für veranwortungsbewussten Sojaanbau" (RTRS).

Der Journalist Klaus Faißner umreißt in seinem jüngsten Werk in einfacher und kompakter Art und Weise die besondere Brisanz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln. Es geht um den Druck der Gentechnik-Lobby, um Koexsitenz, die Existenzen kostet und um die speziellen Gefahren bei Patenten auf Nahrungsmittel. Es wird deutlich gemacht, warum Gentechnik keine Weiterentwicklung natürlicher Züchtung ist und auch warum die Widerstandsbewegung immer stärker wird. Es ist ein Appell an jeden Einzelnen, seinen möglichen Einfluß auf die Entwicklung wahrzunehmen. "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf" (Goethe).

In "Sicherheitsrisiko Gentechnik" beleuchten Árpád Pusztai und Susan Bardócz die Rollen von Konzernen und Politik und deren indirekte Einflussnahme über die Finanzierung auf die Ergebnisse der Genforschung. Er liefert Vorschläge für eine effektive, wissenschaftlich seriöse Forschung im Dienste der Sicherheit von Mensch und Natur. Árpád Pusztai wurde nach der Veröffentlichung kritischer Gentechnik-Untersuchungen 1998 von seinem Posten an dem schottischen Rowett Research Institut suspendiert.
Orange Press: Sicherheitsrisiko Gentechnik
Alle wichtigen Fragen der Welternährung und Landwirtschaft werden in dieser Broschüre mit Grafiken erläutert. Auch die Rolle der Gentechnik wird kritisch beleuchtet.
Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk gibt in der jüngsten Ausgabe des GID einen Überblick darüber, wie sich die Agro-Gentechnik als klimaschonend verkauft - und was dagegen einzuwenden ist.
GID 197 - Februar 2010

Das Handbuch Genfood (2009) gibt Antworten und fasst kompakt zusammen, was jeder wissen muss, der gentechnisch veränderten Lebensmitteln nicht gleichgültig gegenübersteht.
Max Annas und Jürgen Binder, Orange Press
Lang und Otto begutachteten insgesamt 20 Studien, bei denen die Auswirkungen von Bt-Mais auf Nicht-Zielorganismen im Fokus standen. 11 Schmetterlingsarten wurden untersucht, die hauptsächlich in den USA vorkommen. Die Autoren schlussfolgern, dass es zwar potentielle Gefahren für Schmetterlinge gibt, aber kein allgemeines Fazit gezogen werden kann. Dazu ist die Anzahl der Studien zu gering und zu wenige Arten wurden untersucht. Die Autoren schlagen vor, mehr Untersuchungen unter realistischen Umständen und ökologisch relevanten Bedingungen durchzuführen, um eine bessere Bewertung der Auswirkung des Anbaus von Bt-Mais auf Schmetterlinge durchzuführen.
● A. Lang und M. Otto (Februar 2010):
A synthesis of laboratory and field studies on the effects of transgenic Bacillus thuringiensis (Bt) maize on non-target Lepidoptera
Emnid hat gefragt, ob der MON 810 weiterhin verboten sein soll: 79% der Befragten sind dafür. 77% der Befragten sind der Meinung, dass Landwirtschaftsministerin Aigner den Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora auch verbieten soll.
● Emnid, Januar 2010
Umfrage im Auftrag von Greenpeace
Wirkt sich der Anbau von Bt-Mais auf die angrenzenden Bäche und Seen aus? Interessant sind Untersuchungen zu Köcherfliegen. Denn sie sind eng verwandt mit Schmetterlingen, gegen die der Gentechnik-Mais durch sein Bt-Gift resistent ist. Und ihre Larven leben im Wasser. Das Bt-Gift wurde in teils hohen Konzentrationen in Gewässern nachgewiesen werden. Der NABU hat nun neueste Erkenntnisse zusammengefasst.
Dieser Flyer der Witzenhäuser Agrar-Studierenden, Landwirten und Gärtnern für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ist für die Aktionärsversammlung der KWS Saat AG erstellt worden. Es ist die Antwort auf einen Gentechnik-Propaganda-Flyer des Unternehmens. Der Flyer widerlegt präzise die als "Fakten" ausgegebene Begründungen für eine Anwendung der Agro-Gentechnik der KWS Saatgut.
Link zum Flyer
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"Wer Gentechnik sät, erntet Widerstand."
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● Gentechnikgesetz-Klage:
BVG verhandelte über das Gentechnikgesetz
Unter dem Motto "BASF mach dich vom Acker!!!" lädt am kommenden Sonntag den 5. September das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg zu einer Protest-Fahrraddemo zum einzigen Gentechnik-Feld in Brandenburg ein.
Treffpunkt ist um 14 Uhr gegenüber dem Bahnhof in Falkenberg/Elster.
Epigen bietet Texte und einen Newsletter zu neuen wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich Agro-Gentechnik.
Epigen
Gentechnik gefährdet Mexikos Sortenreichtum
domradio

Unsere Flyer zeigt Ihnen die wichtigsten Gründe gegen Gentechnik auf einen Blick: Ideal, um ihn im Bekanntenkreis, in Schulen o.ä. zu verteilen.
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Die Guten Gründe online
Ein Gespräch zum Thema Agro-Gentechnik zwischen Andrea Dornisch, Zivilcourage und Johannes Scharl vom bayerischen Bauernverband zu den Themen Verantwortlichkeit bei Saatgutverunreinigungen, gentechnikfreie Landwirtschaft im globalen Wettbewerb und die Position des Bauernverbandes hinsichtlich Nulltoleranz beim Saatgut.
Redezeit bei intv: Fernsehen für die Region
Seit Februar 2010 ist eine neue EU-Kommission im Amt und fördert bereits intensiv die Einführung der Gentechnik in der europäischen Landwirtschaft - Neue Runde für einen Gentechnik-Alarm, machen Sie mit:
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Alle zwei Wochen der Nachrichten-Überblick, aktuelle Termine und Aktionen per Email
Warum Gen-Milch uncool ist! Ein Film von Greenpeace mit den Revolverhelden.
Youtube
Eine Reportage zur großen Kundgebung in Ulm mit Annette Schavan, Hans Herren u.a.
Cine Rebelde
Marie Monique Robins Dokumentation über die rücksichtslose Unternehmenspolitik Monsantos:
google.video
Hier gibt es einen Mitschnitt eines Vortrages von Werner Müller über die europäische Zulassungspraxis von Gentech-Pflanzen.
Mitschnitt vom Werner-Müller-Vortrag
Die englische Reportage beschreibt die Gefahren des Gentechnik-Anbaus für die kleinen Inseln von Hawaii.
youtube.com
Eine Zusammenfassung zum Thema Agro-Gentechnik von Greenpeace Schweiz.
youtube.com
In Deutschland werden gentechnikfreie Regionen von Landwirten gegründet, die sich gegenseitig verpflichten ohne Gentechnik zu arbeiten. Ein Kurzbericht dazu aus Brandenburg.
eed.de
Der Dokumentar-Film beschreibt, wie der Saatgut-Hersteller Monsanto Lebensmittel manipuliert und die weltweite Kontrolle über Nahrungsmittel anstrebt.
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rdl