Am Samstag fanden im Rahmen des dritten „March against Monsanto“ Demonstrationen in zahlreichen Städten weltweit statt. Neben den Produkten des führenden Gentechnik-Konzerns beunruhigt auch das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA (TTIP) viele Teilnehmer der Kundgebungen in Europa. Monsanto selbst hatte im Vorfeld erklärt, es gebe eben „keinen Königsweg, der von allen akzeptiert wird.“
Die Demonstrationen werden von verschiedenen Aktivisten organisiert, die sich über soziale Netzwerke wie facebook koordinieren. Dieses Jahr sollen in über 400 Städten in mehr als 50 Ländern Märsche gegen Monsanto und Agro-Gentechnik, für eine nachhaltigere Landwirtschaft statt gefunden haben. In Berlin gingen laut facebook-Seite der Veranstalter circa 2.500 Menschen auf die Straße, in Hamburg laut Polizei 1.000, in Saarbrücken zwischen 500 und 1.000.
Auch in München, Stuttgart und weiteren deutschen Städten gab es Demonstrationen. Im österreichischen Bregenz waren laut Veranstalter 4.000 Bürger auf der Straße, die Polizei nannte 2.500.
Monsanto Deutschland, eine GmbH mit Sitz in Düsseldorf, hatte zwei Tage vor dem Marsch eine Stellungnahme veröffentlicht. Die Veranstaltung richte sich gegen „moderne Landwirtschaft“, es werde „vor allem Monsanto als weltweit führender Anbieter innovativer Produkte zur Steigerung landwirtschaftlicher Produktivität kritisiert.“ Das Unternehmen, das neben gentechnisch verändertem auch Hybrid-Saatgut und Pestizide vertreibt, habe sich zum Ziel gesetzt, „mit Transparenz, Innovationen und weitsichtigem Denken die Landwirtschaft der Zukunft mit zu gestalten.“ Aber: „Leider sehen wir uns immer wieder Mythen und Behauptungen gegenüber, die jeglicher Grundlage entbehren.“ [dh]