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Falsche Versprechen: Rentenfonds verklagt Gentech-Konzern

Ein US-amerikanischer Rentenfonds von Angestellten der Metallbranche hat den Agrochemiekonzern Dupont verklagt. Dessen Manager hätten herbizidresistente Gentechnik-Pflanzen angepriesen, obwohl ihnen bewusst gewesen sei, dass diese in Feldversuchen versagt hätten. Dadurch sei viel Geld verloren gegangen.

Laut Nachrichtenagentur Bloomberg geht es dabei um Pflanzen, denen Bakteriengene eingebaut wurden, um sie gegen das Spritzmittel Glyphosat widerstandsfähig zu machen. Dupont habe sich davon Einnahmen von 200 Millionen Dollar jährlich erhofft – tatsächlich hätten Feldversuche aber enttäuschende Ergebnisse erbracht. Dennoch habe Dupont die Technik weiterhin „öffentlich gehypt“ und das „Versagen vertuscht“, so der Rentenfonds aus Philadelphia, der vor einem Gericht in Delaware auf Schadensersatz und Maßnahmen gegen die verantwortlichen Führungskräfte klagt.

Um seine Gentechnik-Pflanzen dennoch gegen Glyphosat resistent zu machen, baute Dupont ihnen später auch von Monsanto patentierte Genkonstrukte ein – woraufhin der Marktführer klagte und 2012 von einem Gericht eine Milliarde Dollar zugesprochen bekam. Hinzu kamen laut dem Rentenfonds Millionenkosten für Anwälte, das Geld der Anleger sei verschwendet worden. Sie klagen nun ebenfalls auf eine Milliarde – allerdings nicht für den Fonds. Die verantwortlichen Manager müssten das Geld an Dupont zurückzahlen. [dh]

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