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Keine Gentech-Kennzeichnung in Colorado und Oregon

In zwei US-Bundesstaaten wird es vorerst keine Kennzeichnung von Gentechnik in Lebensmitteln geben. In Oregon entschied eine hauchdünne Mehrheit von unter einem Prozent der Wähler gegen die Einführung von GMO-Labels, wie vorläufige Zahlen zeigen. In Colorado war die Niederlage der Kennzeichnungsbefürworter hingegen deutlich. Auf Hawaii wurde unterdessen ein vorläufiges Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen beschlossen.

66 Prozent stimmten in Colorado gegen die Kennzeichnung – die es in den USA, anders als in der EU, bislang nirgendwo gibt – 34 Prozent dafür, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In Oregon war es sehr eng: laut Wahlleiterin stand es am Ende 50,34 zu 49,66 Prozent. So sagten 722.278 Wähler „nein“ zur Kennzeichnung, demgegenüber stehen 712.508 Befürworter.

Freuen können sich die Hersteller des Gentechnik-Saatguts und die Unternehmen, die Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen – beispielsweise Zucker aus Zuckerrüben oder Maissirup – in ihre Lebensmittelprodukte mischen. Sie sind noch einmal einer Kennzeichnung entgangen.

Laut Reuters stand den Kampagnen gegen die Gentech-Kennzeichnung in beiden Bundesstaaten 36 Millionen Dollar für Abschreckungsmaßnahmen zur Verfügung. Sie behaupteten, Lebensmittel würden durch eine Kennzeichnung deutlich teurer. Wirtschaftsanalysten von EcoNorthwest rechnen hingegen mit 2,30 Dollar im Jahr pro Verbraucher. Die Befürworter konnten insgesamt nur neun Millionen Dollar in ihre Kampagne investieren.

Im County Maui im US-Bundesstaat Hawaii entschieden die Wähler unterdessen für ein Moratorium auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Es soll gelten, bis Studien zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken abgeschlossen sind. [dh]

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