Die australische Firma Bionomics hat angekündigt, ein Patent auf gentechnisch veränderte Tiere, das neben Schweinen, Hunden und Katzen auch Schimpansen abdeckt, zurückzuziehen. Das teilten mehrere Organisationen letzte Woche mit. Sie hatten beim Europäischen Patentamt Einspruch erhoben. Bionomics hält allerdings weitere Patente auf transgene Säugetiere – inklusive Menschenaffen.

Bionomics hat den Tieren durch Gentechnik Erbgut von Menschen eingesetzt. Laut Kritikern geht es darum, Versuchstiere für die…

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Der Schweizer Konzern Syngenta hat beantragt, seinen gentechnisch veränderten Mais 5307 als Futtermittel zuzlassen. Doch die EU-Lebensmittelbehörde EFSA konnte die vorgeschriebene Risikobewertung nicht abschließen. Die vom Konzern eingereichten wissenschaftlichen Daten enthielten zu viele Mängel, begründete die Behörde.

Mais 5307 wurde DNA aus Bakterien eingebaut. Dadurch sondert er, wie die meisten gentechnisch veränderten Maispflanzen, ein Gift gegen Insekten ab. Dieses Gift, Cry3.1Ab, wollte die EFSA…

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Über 90 Prozent des in Deutschland verkauften Fleischs erfüllt nicht die „Mindestanforderungen an ökologische Nachhaltigkeit“, meint der Umweltverband WWF. Das fängt schon beim Futter an, das oft gentechnisch veränderte Pflanzen aus Übersee enthält, die massiv mit Herbiziden besprüht werden. Der WWF rät dazu, weniger Fleisch zu essen - dafür Bio oder Wild.

„Fleisch kann ein wertvolles Lebensmittel sein. Doch nicht nur gesundheitliche Gründe sprechen für einen bewussten Fleischgenuss, auch die Umwelt…

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Kokaplantagen sollen in Kolumbien künftig nicht mehr mit dem Herbizid Glyphosat besprüht werden. Das ordnete Präsident Juan Manuel Santos an, wie die taz berichtet. Zuvor hatte die Internationale Krebsforschungsagentur IARC das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Innerhalb der Regierung gibt es jedoch Widerstand.

So hält das Verteidigungsministerium das Ausreißen der Sträucher von Hand wegen des Risikos, auf Landminen zu treten, für zu gefährlich für die Einsatzkräfte. Der Minister…

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Das Klonen von Nutztieren soll verboten werden – oder zumindest ihr Fleisch gekennzeichnet werden. Das fordert der Bundestag in einem einstimmigen Beschluss. Die Bundesregierung müsse sich in Brüssel dafür einsetzen, so das Parlament.

„Das Klonen von Tieren mittels der Technik des Zellkerntransfers geht mit erheblichen Risiken und Belastungen für die Klone selbst und deren Ersatzmuttertiere einher. Nur ein geringer Prozentsatz der Klone erreicht das zuchtfähige Alter“, heißt es im gemeinsamen Antrag der…

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Die Baumarktkette Toom, die zur Rewe Group gehört, wird bis Ende September den Verkauf des Unkrautvernichters Glyphosat (z.B. in „Roundup“) einstellen. Seit heute könnten die Märkte entsprechende Spritzmittel nicht mehr nachbestellen, teilte Rewe mit. Am Freitag hatten sich die Verbraucherschutzminister der Bundesländer dafür ausgesprochen, die Abgabe an Privatpersonen zu verbieten und das Mittel nicht mehr auf öffentlichen Flächen wie Parks einzusetzen.

Die Debatte über Glyphosat hat in den letzten…

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Seit letzter Woche ist das Bundesland Hamburg Mitglied im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen. Damit sind zehn Bundesländer vertreten, insgesamt hat das Netzwerk 64 Mitglieder.

„Verbunden mit dem Beitritt wird der Senat konkrete Projekte und Maßnahmen umsetzen, um die Gentechnikfreiheit im Gartenbau und in der Landwirtschaft zu unterstützen“, teilte Hamburgs Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit. „Neben konkreten finanziellen Anreizen für Landwirte im Rahmen des Hamburger…

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Das African Centre for Biodiversity (ACB) hat gemeinsam mit Brot für die Welt eine Studie vorgelegt, die das „Water Efficient Maize for Africa“ - Projekt (WEMA) auf seine Effizienz gegen Hunger in Zeiten des Klimawandels prüft. Fazit der Studie ist, dass vielmehr die Interessen der Agrarkonzerne und nicht der Kleinbauern unterstützt werden. Gefördert wird das WEMA-Projekt unter anderem von der Gate-Stiftung und dem Saatgut-Giganten Monsanto.

Da die Landwirtschaft in Subsahara-Afrika in den kommenden…

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Der Schweizer Pestizid- und Saatguthersteller Syngenta hat ein Übernahmeangebot des US-Konkurrenten Monsanto am Freitag abgelehnt. Der Gentechnik-Konuzern aus St. Louis hatte über 40 Milliarden Franken geboten, wie Syngenta mitteilte. Laut Analysten könnte es jedoch weitere Angebote geben.

Durch die Übernahme könnte ein in die Agrobranche dominierendes Unternehmen entstehen, das einen Großteil des gentechnisch veränderten und konventionellen Saatguts sowie der dazu passenden Chemikalien vertreibt.

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Zum Abschluss der Konferenz GMO-Free Europe haben die 64 Regierungen im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen, Unternehmen der Sojabranche und NGOs eine gemeinsame „Berliner Erklärung“ vorgestellt. Sie fordern unter anderem einheitliche Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen, eine europäische Futtermittelstrategie und ein Festhalten an EU-Umweltstandards in den Verhandlungen über TTIP.

Während der Konferenz wurde das Bundesland Hamburg in das Europäische Netzwerk gentechnikfreier…

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Im Koalitionsstreit darüber, wer künftig Gentechnik-Anbauverbote ausspricht, hat die SPD-Fraktion im Bundestag Stellung bezogen. Die Abgeordneten wollen, dass der Bund den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in ganz Deutschland verhindert.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) spricht sich hingegen seit Monaten dafür aus, dass jedes Bundesland einzeln entscheiden soll. Nach Ansicht der Gegner würde das zu einem Flickenteppich führen.

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Mecklenburg-Vorpommern soll elftes deutsches Mitglied im Europäischen Netzwerk gentechnikfreuer Regionen werden. Das fordern die Vertreter der Gentechnikfreien Regionen des Bundeslandes.

Bei ihrem Jahrestreffen forderten die mecklenburgischen Gentechnikfreien Regionen, in denen 2014 über 160 Landwirte zusammengeschlossen waren, die Landesregierung zu diesem Schritt auf, wie svz.de berichtet.

Das Europäische Netzwerk setzt sich auf EU-Ebene für eine Überarbeitung des Gentech-Zulassungsverfahrens,…

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Monsanto hat offenbar nach wie vor Interesse an einer Übernahme des Konkurrenten Syngenta. Verschmelzen der US-Saatgut- und Gentechnik-Marktführer und der Schweizer Pestizid-Riese hätte das enorme Auswirkungen auf die Märkte für ihre Produkte.

Unter Berufung auf anonyme Insider berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, Monsanto habe gegenüber Syngenta erneut Kaufinteresse bekundet. Circa ein Jahr zuvor war der US-Konzern mit diesem Ansinnen schon einmal gescheitert. Nach den neuen Gerüchten, die…

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Synthetische Biologie – von Kritikern teils als „extreme Gentechnik“ bezeichnet – bietet viele neue Möglichkeiten, kann aber auch der biologischen Vielfalt schaden. Zu diesem Schluss kommt ein im April veröffentlichter UN-Bericht. Viele Erwartungen wurden allerdings schon gedämpft, bilanzierte Newsweek die bisherige Entwicklung der Branche. „Synbio sollte die Welt retten. Jetzt wird damit Vanille-Aroma gemacht“, twitterte das Magazin im März.

Auf über 100 Seiten beleuchtete das Sekretariat der…

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Wer gentechnisch veränderte Pflanzen auf den Acker bringt, muss in der EU gewisse Regeln beachten. Dazu gehört die Beobachtung möglicher Umweltauswirkungen, die meist vom Hersteller zu erledigen ist. Doch Monsanto, dessen Gentech-Mais MON810 in Spanien und Portugal wächst, hält sich nicht daran. Das zeigt ein Briefwechsel zwischen dem US-Konzern und den zuständigen EU-Stellen.

Zurzeit ist MON810 der einzige Gentechnik-Mais, der in der EU angebaut werden darf – genutzt wird er vor allem in Spanien, in…

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Nächstes Jahr könnte Vermont Geschichte schreiben: als erster US-Bundesstaat, in dem gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen. Eine Klage der Industrie wurde nun abgewiesen. Das Gericht bestätigte, die Gentech-Angaben auf Verpackungen seien verfassungsgemäß.

Gegen das vor einem Jahr unterzeichnete Gesetz hatten Verbände der Lebensmittel- und Agrarindustrie wie die Grocery Manufacturer’s Association Klage eingereicht. Vor Gericht erlitten sie nun eine Niederlage. Allerdings können…

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Nach der Einstufung des Herbizidwirkstoffs Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ durch eine WHO-Forschungseinrichtung nimmt auch in Südamerika der Druck auf Behörden zu. In Brasilien fordern Experten einen strikteren Umgang mit Spritzmitteln, ein Staatsanwalt überprüft die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen, die gegen Glyphosat resistent sind. Auch in Argentinien drängen Ärzte auf ein Umdenken der Landwirtschaft.

Das brasilianische Krebsforschungsinstitut INCA sieht im Anbau von…

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Versalzte Böden stellen Landwirte weltweit vor Probleme. Niederländische Züchter haben – ohne Gentechnik – eine besonders robuste Kartoffelsorte entwickelt. In Pakistan gebe es nun erste, „viel versprechende“ Testergebnisse. Nächstes Jahr soll der Anbau ausgeweitet werden.

Auf der niederländischen Insel Texel hat ein Ökobauer zusammen mit Amsterdamer Wissenschaftlern Kartoffeln unter salzhaltigen Bedingungen getestet und gekreuzt. Nun habe man die Sorte auch in Pakistan, wo Versalzung ebenfalls…

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Auch die Risiken von Pflanzen, die mit neuen Gentechnik-Methoden entwickelt wurden, müssen vor dem Anbau untersucht werden. Das fordern zahlreiche NGOs aus Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz von der Bundesregierung. Die hatte zuvor einen Raps durchgewunken, der immun gegen giftige Spritzmittel ist.

Den Raps hat die US-Firma Cibus mittels Oligeonukleotid-gesteuerter Mutagenese (OgM/OdM) hergestellt. Dabei werden künstlich hergestellte DNA-Abschnitte in die Pflanzenzellen eingeführt, um dort…

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Mit Chipotle serviert seit heute ein großer Fast-Food-Anbieter seinen Kunden in den USA teilweise gentechnikfreie Zutaten. Für das Land, in dem über 90 Prozent der Mais- und Sojaproduktion auf Gentech beruhen und es keine Kennzeichnung gibt, ist eine solche Kehrtwende ein Novum.

Chipotle Mexican Grill betreibt circa 1.800 Restaurants im ganzen Land. Laut New York Times arbeitet das Unternehmen mit Landwirten zusammen, um Tortillas aus gentechnikfreiem Mais- und Sojamehl anbieten zu können. Auch das…

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