Augen- oder Kuhbohnen sind in Afrika seit Jahrtausenden ein wichtiges Nahrungsmittel. Auch heute liefern sie Eiweiß und Vitamine für Millionen von Menschen, bevor andere Getreidearten reifen. Doch im Westen des Kontinents wird mit Gentechnik-Varianten experimentiert – gleichzeitig fordern Konzerne Zugang zu den Saatgut-Märkten. Alles zum Nachteil von Kleinbauern, warnt das Afrikanische Zentrum für Biodiversität (ACB).

Die NGO mit Sitz im südafrikanischen Johannesburg verweist auf Freilandversuche mit…

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Im Europäischen Patentamt in München soll heute eine Anhörung zu Patenten auf gentechnisch veränderte Tiere beginnen. Wie nun bekannt wurde, will eine US-Firma ein besonders umstrittenes Patent auf Schimpansen zurückziehen. Kritiker von Biopatenten begrüßen das, fordern aber auch bei anderen Säugetieren einen Patentstopp.

Das Unternehmen Altor BioScience habe angekündigt, das Patent auf Gentechnik-Schimpansen nicht aufrecht erhalten zu wollen. Das teilten mehrere Organisationen – darunter das Jane…

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In den USA wächst in diesem Jahr ein bisschen weniger Gentechnik. Bei Mais und Baumwolle sank der Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen um ein bzw. zwei Prozentpunkte, bei Soja stagnierte er. Das geht aus einem Bericht des Landwirtschaftsministeriums hervor. Allerdings liegt der Gentech-Anteil bei diesen „Cash Crops“ immer noch über 90 Prozent.

Der Ende Juni veröffentlichte Bericht, für den das Ministerium Farmer im ganzen Land befragte, zeigt: 2015 liegt der Anteil gentechnisch veränderter Pflanzen…

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Auf öffentlichen Flächen darf in Rheinland-Pfalz ab sofort kein Glyphosat mehr versprüht werden. Die entsprechende Anweisung habe sie erteilt, erklärte Umwelt- und Agrarministerin Ulrike Höfken (Grüne) am Mittwoch. Hintergrund ist die Einstufung des Herbizids als „wahrscheinlich krebserregend“. In Privatgärten und vor allem in der Landwirtschaft kann aber weiter gespritzt werden – dafür ist der Bund zuständig.

Laut Ministerin erteilte der Pflanzenschutzdienst des Landes bislang rund 50 Genehmigungen zum…

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Maispollen kann mehrere Kilometer weit fliegen – das fanden Wissenschaftler heraus, die zehn Jahre lang Daten zum Pollenflug gesammelt hatten. Die EU-Lebensmittelbehörde nahm das zum Anlass, noch einmal ihre bisherigen Empfehlungen zum Anbau von Gentechnik-Mais zu überprüfen. Nun teilte sie mit: es bleibt bei 20 bis 30 Metern zu Naturschutzgebieten.

Für die Gentechnik-Maissorten MON810 und Bt11, die beide ein eigenes Insektengift produzieren, empfiehlt das GVO-Gremium der EFSA weiterhin eine…

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In der Debatte darüber, wer künftig über Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen entscheidet, wollen die Bundesländer den Druck auf Berlin erhöhen. Die grünen Agrarminister von Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein wollen die Bundesregierung mit einer Gesetzesänderung zwingen, die Verantwortung für Gentechnik-Verbote zu übernehmen.

Die fünf Landesminister einigten sich gestern auf einen Gesetzentwurf, den sie kommende Woche in den…

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Britische Wissenschaftler haben Weizen gentechnisch so verändert, dass er Blattläuse mit Duftstoffen vertreibt. Auf dem Feld zeigt er aber keine Wirkung, wie die Forscher nun zugaben. Das Fachmagazin Science spricht von einer „Enttäuschung“. Bis zum nächsten Freilandversuch könnte es einige Jahre dauern.

Die Forscher des Instituts Rothamsted Research testeten den Gentechnik-Weizen in den Jahren 2012 und 2013 auf bewachten Freilandflächen in der Grafschaft Hertfordshire. Dank künstlicher DNA – die einem…

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Bei einigen neuen Verfahren der Pflanzenzüchtung ist nicht klar, ob sie rechtlich als Gentechnik eingestuft werden oder nicht. Schon im Februar bescheinigte eine deutsche Behörde jedoch einer Firma, die herbizid-resistenten Raps auf den Markt bringen will: ihr Produkt sei nicht gentechnisch verändert. NGOs kritisierten das scharf. Nun hat auch die EU reagiert. In einem Brief forderte sie alle nationalen Behörden auf, ihre Einschätzung abzuwarten. Eine Freisetzung von Gentechnik-Organismen ohne vorherige…

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Das von der Internationalen Krebsforschungsagentur als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestufte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gelangt offenbar auch in die Milch stillender Mütter. Das zeigt eine Stichprobenuntersuchung in mehreren Bundesländern, die die Grünen in Auftrag gegeben hatten.

In der Milch von 16 Frauen fand ein Leipziger Labor Glyphosat-Rückstände, die teils deutlich über den Grenzwerten für Trinkwasser lagen.

Mehrere Baumärkte haben wegen der Beurteilung als „wahrscheinlich…

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Nach Abschluss des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP könnten Chemikalien in der EU schneller und mit weniger Kontrollen zum Einsatz kommen – zur Freude der Industrie, doch mit Risiken für Verbraucher und Umwelt. Davor warnt der BUND, der die Rechtslage in USA und EU vergleichen ließ.

TTIP soll – das ist eines der erklärten Ziele - „Handelshemmnisse“ abbauen. Aus Sicht der Chemie- und Pharmazieindustrie gibt es die zurzeit vor allem in der EU. Unter anderem, weil es das Vorsorgeprinzip…

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Nach der Einstufung des Herbizidwirkstoffs als „wahrscheinlich krebserregend“ haben weitere Baumärkte angekündigt, Glyphosat aus dem Sortiment zu nehmen. Laut NABU haben auch OBI und Bauhaus schriftlich ein Ende des Glyphosatverkaufs zugesagt.

Der NABU richtet seinen Appell nun an weitere große Ketten wie Hornbach, Hellweg und Hagebau. Diese hätten sich „bislang lediglich dazu verpflichtet, hochkonzentrierte Mittel auszulisten, jedoch werden anwendungsfertige Mischungen weiterhin vertrieben“, heißt es…

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In seiner Enzyklika kritisiert Papst Franziskus die rücksichtslose Ausbeutung der Natur zu kommerziellen Zwecken. Auch die „unangemessene oder exzessive Anwendung“ der Gentechnik lehnt das Oberhaupt der katholischen Kirche ab – durch sie entstünden Risiken. Fruchtbarer Boden sei „in den Händen einiger weniger konzentriert“, Bauern von Saatgut-Konzern abhängig.

Zwar sei es „schwierig“, so Franziskus, „ein allgemeines Urteil über die Entwicklungen von gentechnisch veränderten Pflanzen oder Tieren (GMO) im…

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Die Agrarminister der Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fordern ein Gentechnik-Anbauverbot in ganz Deutschland. Der Bund müsse dafür die Verantwortung übernehmen, ansonsten drohten höhere Risiken und Kosten.

Die sechs Grünen-Politiker, eine davon Mitglied einer schwarz-grünen Landesregierung, stützen sich mit ihrer Forderung auf ein juristisches Gutachten. Darin kommen Anwälte der Berliner Kanzlei Gaßner, Groth, Siederer &…

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Im Streit darüber, wer in Deutschland künftig Gentechnik-Anbauverbote aussprechen soll, hat sich das Bundesamt für Naturschutz deutlich geäußert. Vor Bundestagsabgeordneten erklärte die Präsidentin der Behörde, aus fachlicher Sicht sei ein bundesweites Verbot, verhängt durch Berlin, die „einzige Möglichkeit“ für wirksamen Schutz.

Die BfN-Präsidentin Beate Jessel betonte gestern bei einer öffentlichen Anhörung im Umweltausschuss des Parlaments, bundesweite Verbote für den Anbau von gentechnisch…

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Die EU-Kommission will den Mitgliedstaaten die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welche gentechnisch veränderten Pflanzen als Lebens- oder Futtermittel eingesetzt werden dürfen. Bislang gilt jede Genehmigung in der ganzen Union. Das EU-Parlament hat sich nun skeptisch geäußert: der Vorschlag der Kommission soll zurückgewiesen werden.

Die Gründe für die Ablehnung sind unterschiedlich: Gentechnik-Befürworter im Parlament und Industrie-Lobbyisten sehen darin ein Problem für die…

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Der Discounter Aldi Süd bietet in bayerischen Filialen seit dieser Woche Milch mit der grünen „Ohne Gentechnik“-Raute an. Der Liter soll laut einem Medienbericht 65 Cent kosten.

„Die Milch steht für Qualität in der Herstellung, tierartgerechte Haltungsbedingungen, gentechnikfreie Fütterung, kurze Transportwege und Nähe zu den Erzeugern“, wirbt Aldi Süd im Internet. „Die Landwirte für milfina 'meine bayrische Bauernmilch' beteiligen sich am Programm 'Geprüfte Qualität - Bayern', halten die Tiere in…

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Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA hat ihr Gentechnik-Expertengremium neu besetzt. Kritiker sehen keine Verbesserung: einige der Berufenen seien alte Bekannte – mit Verbindungen zur Industrie.

Alle drei Jahre werden die Expertengruppen der EFSA neu zusammengesetzt, Mitglieder können bestätigt oder ausgetauscht werden. Im Juli beginnt für 167 Berufene eine neue Amtszeit. Es handele sich um „sehr hoch qualifizierte Wissenschaftler“, so ein EFSA-Mitarbeiter.

Doch der Verein Testbiotech aus München sieht…

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Französische Gartencenter sollen glyphosat-haltige Unkrautvernichter wie „Roundup“ nicht mehr frei an Privatgärtner verkaufen. Das forderte Umweltministerin Ségolène Royal am Sonntag. Ab 2017 sollen Pestizide aus öffentlichen Grünanlagen verbannt werden, ab 2022 sollen Privatleute sie nicht mehr einsetzen dürfen.

„Ich habe die Gartencenter aufgefordert, den freien Verkauf von round-up einzustellen“, sagte die Ministerin laut einer Twitter-Mitteilung ihres Hauses, das für Umwelt und Energie zuständig ist.…

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Die deutschen Imker wünschen sich ein bundesweites Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen. Ihre Bienen flögen auf Nahrungssuche bis zu acht Kilometer, deshalb sei ein Nebeneinander von Gentechnik-Anbau und -Verbotszone „sowohl umweltpolitisch als auch landwirtschaftlich nicht vertretbar“.

Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.), der nach eigenen Angaben knapp 100.000 Bienenhalter vertritt, forderte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Dienstag auf, für ein deutschlandweites Anbauverbot…

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Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland doppelt so viel Soja angebaut wie 2012. Für dieses Jahr erwartet die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erneut deutliches Wachstum: alleine in Bayern und Baden-Württemberg wachse mehr Soja als 2014 bundesweit.

2012 sei auf 5.000 Hektar Soja angebaut worden, 2014 auf 10.000 Hektar. Für dieses Jahr komme allein Bayern auf 7.000 Hektar, Baden-Württemberg auf „voraussichtlich mindestens 4.000 Hektar“, teilte die Bundesanstalt am Dienstag mit. Erst nach…

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